Herbstgedicht

Herbstgedicht

Andrea Hahnfeld

Ein Bilderbuch scheint alles, was vergangen
– jetzt, wo die Blätter im Winde unruhig treiben.
Vielleicht kann‘s einmal ewig Sommer bleiben,
unsterblich die Lieder, die im Herzen uns klangen.

Wer würde nicht die dunkle Stunde weiterschieben
und sich – wenn endlich der verhängte Morgen graut,
ein letzter Strahl zum Abschied sich durch die Nebel traut
– dem Herbst zum Trotz im Sonnenschein noch einmal lieben?

Wen zerreißt es nicht, das innere Verlangen,
dass Heute ewig währe,
was schön für immer bliebe?

Die Welt – sie kennt kein Bangen,
dass dies der letzte Sommer wäre
und dieser Mensch die letzte Liebe.

📗
Dieses Gedicht habe ich 2010 im Rahmen des Frankfurter Bibliothek-Gedichtwettbewerbs geschrieben. Der Wettbewerb findet jährlich unter wechselnden Themen statt. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von bis zu 10.000 EUR. Es wurde im Jahrbuch Gedicht und Gesellschaft 2011* veröffentlicht.

Unterstütze diesen Blog

Auf The Story to Be findest du regelmäßig Inhalte rund ums Schreiben und Selfpublishing. Um dies kostenfrei zu halten, freue ich mich über deine Unterstützung. Hier sind einige Möglichkeiten:

  1. Wenn dir der Blog gefällt, erzähl es weiter! Teile den Artikel gerne über Social Media oder mit deiner Schreibgruppe.
  2. Kaufe meine Bücher: Du findest sie auf Amazon*.
  3. Nutze Affiliate-Links: Klicke auf die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links. Wenn du etwas über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
  4. Lass einen Kommentar da: So hilfst du mit, dass der Blog von Suchmaschinen besser platziert wird und mehr Schreibende ihn finden können.
  5. Spende: Unterstütze mich dauerhaft, indem du auf den Sign-up-Link klickst oder spende einmalig für diesen Artikel.

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Kommentare