Im September 2026 habe ich meine erste Blogparade veranstaltet. Inspiriert dazu hat mich »Ein Tag im Jahr« von Christa Wolf. 51 Jahre lang, bis zu ihrem Tod, hat die Autorin jeden 27. September ihren Tag genau festgehalten.
Auf Instagram und in meinem Newsletter habe Schreibende eingeladen, diese Tradition fortzuführen und über ihren 27. September 2026 in epischer Breite zu berichten.
Zuerst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die sich so spontan entschlossen haben, bei meiner Blogparade »Ein Tag im Jahr« mitzumachen. Denn leider kam ich aufgrund der umfangreichen Recherche- und Schreibarbeit für den Artikel erst am 26. September 2026 dazu, ihn zu veröffentlichen. Und erst kurz davor kam mir überhaupt die Idee, dass sich der Artikel rund um Christa Wolfs Schreibtradition perfekt für eine Blogparade eignen würde. 🙈
Aufgrund der kurzen Vorankündigung und der Tatsache, dass so ein gewöhnlicher Tag schnell in Vergessenheit gerät, hatte gar nicht zu hoffen gewagt, dass viele Menschen rechtzeitig genug davon erfahren, um ihren 27. September 2026 festhalten zu können.
Insgesamt haben zehn Schreibende mitgemacht. Nicht alle wollten ihren Tag öffentlich machen. Das kann ich gut verstehen. Es kann sich ziemlich privat anfühlen, anderen von seinem »echten« Leben zu erzählen. Ich finde es trotzdem schön, dass euch der Artikel zum Schreiben inspirieren konnte und danke euch für eure netten Kommentare unter dem Aufruf zur Blogparade.
Alle, die sich getraut haben, bekommen an dieser Stelle noch einmal ein Ehrenplätzchen im Sonnenschein – und zwar in der Reihenfolge, in der sie unter meinem Aufruf kommentiert hatten.
Die nachfolgenden Zusammenfassungen sind stark gekürzt. Den Fokus habe ich vorrangig darauf gesetzt, was bei mir angeklungen ist. Lies dir gerne die kompletten Beiträge der Autorinnen und Autoren durch.
Da »Ein Tag im Jahr« eine Blogparade war, die dazu beitragen soll, Blogs sowie Autor:innen bekannter zu machen: Nutze bitte die Gelegenheit, die anderen Schreibenden durch einen aufmunternden Kommentar unter ihrem Beitrag zu unterstützen. ✍️ ❤️
Gabi Kremeskötter
Gabi hat ihren Beitrag noch am selben Tag fertig gehabt. Während ich noch gar nicht für möglich gehalten, dass tatsächlich mal jemand bei einer meiner Aktionen mitmacht – da war schon der erste Kommentar unter dem Beitrag mit dem Hinweis, dass Gabi die Aktion über ihren Newsletter geteilt hat. 😅
Gabis 27. September 2026 ist durch die Folgen einer Knie-OP beeinträchtigt. Sie hat schlecht geschlafen.
Besonders schön und inspirierend fand ich, dass ihr Morgen poetisch beginnt: mit einem Gedicht zur Farbe Gelb.
Das sonnige Wetter löste bei Gabi bereits nach dem Frühstück einen Putzimpuls aus, denn die Sonne offenbart Kalkflecken auf der Spüle. Gabi mag ihre Küche am liebsten »immer sauber«. Das erinnert mich doch gleich an die Sink Reflections von The Fly Lady. 😊
Dann schreibt sie, wandert und liest – und geht erstaunlich früh zu Bett.
Gabis kompletten Beitrag liest du hier:
Ein Tag im Jahr: mein 27. September 2026
Ich wünsche dir gute Besserung, liebe Gabi!
Johannes Ehehalt
Der 27. September 2026 von Johannes beginnt mit Kopfschmerzen. Autsch.
Beeindruckt hat mich insbesondere die Menge an Frühstücksbroten, die er morgens verspeist. Chapeau! 😅
Johannes lebt in Berlin und bekommt dort die unschönen Seiten des an diesem Tag stattfindenden Marathons mit: Blasmusik. Mit der bloßen Erwähnung von Anton aus Tirol verschafft er mir direkt einen Ohrwurm.
Besonders verbunden gefühlt habe ich mich mit Johannes, weil er eins meiner liebsten Hobbys teilt: Wurmkompost! 🪱
Die Beiträge von Johannes sind auf vier Instagram-Posts verteilt. Ihr lest sie hier:
Mario Stoffel
Mario beginnt seinen 27. September bereits um 6:22 Uhr mit Gedanken an »Ein Tag im Jahr«. Es freut mich zu lesen, dass die Blogparade so sehr bei dem anschließt, was Mario gerade ausgiebig und gerne tut: Tagebuch schreiben.
Seinen Tag verbringt er neben dem Schreiben mit Brotbacken, Kochen, Gärtnern und Gesprächen mit Schreibkolleginnen und -kollegen rund ums Schreiben.
Sein Tag lässt er auf einem Jägersitz ausklingen – mit Blick übers Maisfeld, an der Seite seiner Partnerin.
Marios Beitrag liest du hier:
Britta Langhoff
Britta verbringt ihren 27. September 2026 am Ijsselmeer auf einem Segelboot. Dort ist es am Morgen erstaunlich frisch: nur knapp 10 Grad!
Mir wird so richtig wohlig beim Lesen von ihrem Leben an Deck. Ich bekomme Lust, selbst einmal zu segeln.
Besonders süß finde ich als Halterin eines Hunds namens Krümel natürlich den Namen von Brittas Hund: Fussel. ❤️
An diesem 27. September steht die Rückfahrt in den Heimathafen Heeg an.
Brittas vollständigen Beitrag zu »Ein Tag im Jahr« liest du hier:
Renate Magnani
Besonders ehrt mich, dass meine Blogparade Renate dazu bewegt hat, ihren allerersten Blogartikel zu schreiben! ❤️
Meine Kommilitonin und Kollegin beginnt ihren Tag schreibend bei Tee.
Während mein Minitrampolin meist ungenutzt den Raum blockiert, hüpft Renate auf ihrem schon am Morgen. Sofort fasse ich den Entschluss, zukünftig mehr Zeit auf meinem Minitrampolin zu verbringen.
Auch Renate erwähnt den Berlin-Marathon, von dem sie allerdings nichts mehr mitbekommt, seit sie am Stadtrand lebt.
An diesem Tag drehen sich einige von Renates Gedanken ums Schreiben.
Besonders am Herzen liegt ihr aber Svali. Ihr Pferd ist nämlich an Hufrehe erkrankt, was Renate Sorgen bereitet. Da kann ich nur gute und baldige Besserung wünschen!
Renates Beitrag zur Blogparade liest du hier:
Laura
Laura hat für die Blogparade extra ihren alten WordPress-Blog »Ein Moment Lächeln« reaktiviert. Was für ein sympathischer Name für einen Blog!
Ihr 27. September beginnt ähnlich wie meiner: Ein Gang zur Toilette weckt sie aus dem Schlaf. Das lässt mich schmunzeln.
Laura schreibt aus Berlin, wo an diesem Tag der Marathon stattfindet. Ein kreisender Hubschrauber macht den Marathon allgegenwärtig. Laura hat sich zu einer Wanderung verabredet.
Ihre Gedanken drehen sich um die erkrankte Mutter, die Arbeit, den Vater, die Nachbarin und die Beziehung zu Partner und Kindern.
Besonders freut es mich, dass in ihrem Tag auch Traum- und Gesprächsfetzen Eingang gefunden haben.
Mich hat der Text sehr berührt in seiner Offenheit.
Lauras Beitrag zur Blogparade liest du hier:
Sascha Sprituk
Sascha hat sich zu ihrem 27. September 2026 den Tag über Notizen gemacht und diese später zu einem Artikel ausformuliert.
Sie war an diesem Tag mit ihrer Familie zu Besuch im Schwarzwald. Da meine Freundin Sascha gerade frisch Mutter geworden ist, war ich natürlich besonders neugierig, wie sie ihren Tag verbringt. Besonders charmant fand ich, dass sie und ihr Mann »Schichten« in der Babybetreuung machen. Sascha nutzte ihre Schicht, um an ihrem Krimi zu arbeiten.
Aus den Hamburgern, die Saschas Mutter fürs Mittagessen zubereiten wollte, wurde leider nichts – ein kleiner Lebensmittelskandal änderte die Essenspläne. 🤯
Saschas ganzen Tag im Jahr liest du hier:
Ein Tag im Jahr: Mein 27. September
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