Dürfte ich meinem Blog einen Spruch zum Geburtstag widmen, so würde ich ihm wohl eine Zeile aus meinem liebsten Geburtstagslied vorträllern: Wie schön, dass du geboren bist, ich hätte dich sonst sehr vermisst. 🎵
Dieser Blog ist mein Beitrag zur Blogparade von Birgit Lorz. Sie hat Bloggende aufgefordert darüber zu berichten, wann und warum sie mit dem Bloggen angefangen haben.
Ich fand, das ist eine schöne Frage – und habe mich auf Spurensuche begeben. Dabei bin ich auf ein altes Blog-Projekt gestoßen, dass ich komplett vergessen habe. 🙄
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So geht’s weiter
- Wann hast du deinen Blog gestartet?
- Über welche Themen hast du damals geschrieben?
- Hattest du von Anfang an ein klares Ziel für deinen Blog?
- Haben sich deine Blog-Themen im Laufe der Zeit verändert?
- Welche Herausforderungen gab es in der Anfangszeit?
- Wie hast du dich gefühlt, als dein erster Artikel online ging?
- Gab es Momente, in denen du ans Aufhören gedacht hast?
- Was hat dich motiviert, dranzubleiben?
- Was hat dir das Bloggen bisher gebracht – persönlich oder beruflich?
- Würdest du deinen Blog heute wieder starten? Warum?
- Welchen Rat würdest du jemandem geben, der gerade mit dem Bloggen beginnen möchte?
- Was macht dir am Bloggen heute am meisten Freude?
Wann hast du deinen Blog gestartet?
The Story to Be ist nicht mein erster Blog. 2007 habe ich mal eine Einladung zum zehnjährigen Abiturtreffen als Blog gestaltet. Der Blog ist inzwischen inaktiv.
2009 ging’s weiter mit Way back to life. Dieser Blog ist entstanden, als ich zum ersten (und einzigen) Mal ein Antidepressivum eingenommen habe. Ich hatte solche Panik vor Nebenwirkungen, dass ich alles aufzeichnen wollte. Nach gerade mal einer Handvoll Einträgen ist er schnell wieder versandet. Das Antidepressivum habe ich abgesetzt.
Im selben Jahr bin ich nach Ägypten gezogen und dort begann das nächste Blog-Projekt: Misr, she wrote. In diesem Blog ging’s um meinen Alltag als Lehrerin in Ägypten. Meine Freunde sollten so an meinem Leben teilhaben können.
Und als ich 2017 in Leipzig geflüchtete Menschen unterrichtet habe, entstand bloggeldieblogblog. Der Blog erklärt, wie man einen WordPress-Blog macht. Mit dem Bloggen sollten die Geflüchteten die Möglichkeit haben, sich über ihre Interessen oder Erfahrungen auf Deutsch auszutauschen. Den Namen des Blogs habe ich absichtlich absurd gewählt. Bloggeldieblogblog klingt rhythmisch und sollte für den deutschen Sprachrhythmus sensibilisieren. Fun Fact: Mein Hund heißt übrigens Krümel, weil niederländische Schüler Probleme mit dem Ü haben. So konnten sie das Ü üben, wenn sie über den Hund sprechen wollten. Auf solche Ideen kommt man als Deutschlehrerin. 🤣
Alle Blogs vor The Story to Be waren jedenfalls nur temporär und sind schnell im Sande verlaufen. Mit meinem Auszug aus Ägypten während des Arabischen Frühlings endete Misr, she wrote. Und bloggeldieblogblog war nur ein begrenztes Lernprojekt. Außerdem gab’s auch mal einen Blog, in dem ich begonnen habe, alle meine Gedichte zu sammeln: Nachdenkmale. Den startete ich 2011 und ich hatte ihn bis eben sogar komplett vergessen. 🙈
Über welche Themen hast du damals geschrieben?
Allen meinen Blog-Projekten ist etwas gemeinsam: Sie zeigen, dass es mir ein großes Bedürfnis ist, mein Wissen weiterzugeben. Kommunikation und das Teilen von Erfahrungen stehen im Mittelpunkt. Schreibend verarbeite ich, was ich lerne und erlebe.
Als ich dann 2019 einen Kurs zum kreativen Schreiben belegte und Unmengen an neuen Dingen lernte, war sofort klar: Das muss ich festhalten. Blogs haben die wunderbare Eigenschaft, dass man damit vernetzte Dokumente erstellen kann. Durch Links hat man Zugriff auf alles, das einem wichtig erscheint. Mit Bildern und Grafiken kann man problemlos alles illustrieren. Und auf die erstellten Inhalte kann man jederzeit und überall zugreifen. Auch wenn der Computer mal zu Hause geblieben ist. Ich finde, dass Blogs die perfekte Plattform für Lerntagebücher sind. Und genau so startete The Story to Be – als mein persönliches Lerntagebuch.
Anfangs ging es mir nur darum, die Lerninhalte, meine Gedanken und die Schreibübungen sowie die entstandenen Übungstexte zu bewahren. Der Blog war mein externes Gehirn.
Als der Schreibkurs fertig war, hatte ich Unmengen Artikel beisammen. Und mir war außerdem klar: Die Geschichte, die als Abschlussprojekt des Kurses entstanden ist, hat Potenzial. Ich wollte sie unbedingt veröffentlichen. Und so wurde aus dem Lerntagebuch zum kreativen Schreiben ein Lerntagebuch zum Selfpublishing.

Dieses Wissen fand ich wiederum so interessant, dass ich dachte: Das hilft anderen Selfpublisherinnen bestimmt weiter!
Also überarbeite ich den gesamten Blog. Hauptsächlich formulierte ich alles klarer und adressierte die Beiträge an diese Zielgruppe. Das war eine ziemliche Arbeit – und damals hatte ich noch überhaupt keine Lesenden. Die Zielgruppe gab es nur in meinem Kopf.
Aus meinen Unterrichtsnotizen entstanden umfangreiche Blog-Artikel, die eigenständig verstehbar waren. Überdies wollte ich alles einheitlicher und ansprechender gestaltet. The Story to Be wie er jetzt ist, ist die dritte Iteration des Blogs. Zweimal habe ich ihn mit WordPress gestaltet. Die zweite Version ist in ihrer Archiv-Version noch online – allerdings längst nicht mehr funktionsfähig. Alle Links sind mit dem Umzug futsch. Eines Tages werde ich die Archiv-Version abschalten. Sobald keine Links aus meinen aktuellen Artikeln mehr darauf verweisen. 🙈
2024 kam dann der nächste große Schritt: die Umstellung von WordPress auf Ghost. Das erforderte eine Aktualisierung sämtlicher Artikel. Affiliate-Links mussten neu vergeben und Zählmarken anders platziert werden, denn Ghost hat kein Zählmarken-Plug-in wie WordPress.
Zugleich optimierte ich alles für Suchmaschinen. Und kaum hatte ich SEO einigermaßen gemeistert: ZACK! kam die Optimierung für Generative Maschinen. 🤪
Ich bin immer noch im Umstellungsprozess. Bestimmt 30 Artikel warten noch auf ihre Aktualisierung, denn natürlich schreibe ich dazwischen auch neue Artikel. Und die sind mir erst einmal wichtiger, denn sie halten ja mein Lernen fest.
Hattest du von Anfang an ein klares Ziel für deinen Blog?
Ich hatte zu Beginn nicht das konkrete Ziel, mit The Story to Be einen Blog rund ums Schreiben und Selfpublishing zu machen. Er ist organisch gewachsen. Aber natürlich trug das ursprüngliche Lerntagebuch schon die Saat dieser Idee in sich. Vielleicht ist der Blog deshalb auch so langlebig: Er passt einfach zu mir.
Außerdem füllt The Story to Be eine wichtige Lücke im Leben jeder Schriftstellerin: Ich teile hier auch erste Entwürfe und Nur-mal-so-Dahingeschriebenes. Texte also, die man sonst nur in Schreibgruppen zu Gesicht bekommt. Und nicht jeder hat Zugang zu einer Schreibgruppe.
Heinrich von Kleist ging davon aus, dass sich Gedanken beim Reden allmählich verfestigen. Bei mir ist das mit dem Schreiben so. Je länger ich schrieb, umso klarer zeichnete sich ab: The Story to Be ist ein Blog, der Selfpublishing und Schreiben jenseits der allgegenwärtigen Erfolgsgeschichten zeigen soll. Ich wollte ein positives, mutmachendes Projekt in die Welt setzen. Eines, das Lust aufs Schreiben und Veröffentlichen macht. Ohne falsche Versprechungen. Ohne Ausrichtung auf Marke, Genre und Bestseller. Auf The Story to Be steht der Spaß am Schreiben klar im Vordergrund. Ich bewege mich auch mal auf schriftstellerischen Trampelpfaden und möchte meine Kreativität spielerisch ausleben. Daran lasse ich meine Lesenden teilhaben.
Haben sich deine Blog-Themen im Laufe der Zeit verändert?
Ich würde sagen, dass mein Blog sich mit mir bewegt. Zuerst drehten sich viele meiner Artikel ums Handwerk des Schreibens und die entstehenden Übungstexte. Diese ersten Coursera-Artikel sind sozusagen das pulsierende Herz meines Blogs. Danach richtete sich mein Interesse aufs Selfpublishing. Das ist unglaublich anspruchsvoll und vielfältig, wenn man alles selbst macht. Ich schrieb über Herausforderungen wie Cover-Design, Buchsatz & Co.
Wenn man dann endlich ein Buch veröffentlicht hat, dann möchte man zugegeben schon sehr gerne, dass es auch gelesen wird. Mein nächstes Fokus-Thema war deshalb Marketing. Ein Thema, das mich eine Weile so sehr gefangen nahm, dass es mich sogar in eine kleine Sinnkrise stürzte. Denn eigentlich wollte ich ja Schreiben lernen und einen Roman veröffentlichen. Ich habe nie vorgehabt, zu lernen, wie Buch-Marketing geht. Aber auch dieses Themenfeld war für mich wichtig. Es hat etwas für mich geklärt. Denn mir wurde klar: Will man vom Bücherschreiben tatsächlich ein Einkommen erzielen, ist das mit sehr vielen Aufgaben verbunden, die nicht Schreiben sind. Das wollte ich nicht und habe mich innerlich von dem Traum verabschiedet, einmal vom Bücherschreiben zu leben. Lieber wollte ich frei sein und alles tun, was mich kreativ inspiriert. Das hat mich auch mit meinem Brotjob versöhnt.
Inzwischen folgen die Blog-Artikel meinen Wegen als schreibende Künstlerin. Ich mache zurzeit Ausbildungen als Schreibcoach sowie im poesie- und bibliotherapeutischen Schreiben; nebenher arbeite ich gerade an meiner Masterarbeit im biografischen und kreativen Schreiben. Auch diese neuen Lebensschwerpunkte zeichnen sich natürlich im Blog ab. Die Artikel drehen sich jetzt häufiger ums heilsame und biografische Schreiben.
Welche Herausforderungen gab es in der Anfangszeit?
In der Anfangszeit war mein Hauptproblem die mangelhafte Ladezeit meines Blogs. Teilweise musste man Sekunden warten. Das geht natürlich gar nicht.
Im zweiten Design habe ich alles drangesetzt, die Ladezeiten zu verbessern, und sogar für Plug-ins bezahlt. Dabei habe ich auch gelernt, dass die Dateigröße der verwendeten Bilder relevant ist. Bei jedem Artikel habe ich eine Zählmarke von VG Wort eingebunden, mit dem Ziel, dass ich vielleicht so Geld verdienen kann. Das passiert, wenn genug Menschen auf einen Artikel klicken.
Aber schlechte Ladezeiten beeinflussen, wie Google einen Blog einschätzt. Mit einem langsamen Blog hatte ich kaum Chancen, jemals in den ersten Rängen bei einer Google-Suche gelistet zu werden.
Als das Ladeproblem dann gelöst schien, kam das SEO-Problem hoch. Meine Texte waren eher persönlich geschrieben. Wieder habe ich für ein Plug-in (Yoast) bezahlt, das mir dabei half, meine Artikel für Suchmaschinen zu optimieren. Aber das erhoffte Ranking bei Google blieb trotz meiner Bemühungen aus.
Letztlich beschloss ich, dass ich einfach einen Mitglieder-Bereich machen und meinen Content bezahlt anbieten würde. Ich hatte zwar schon immer eine Spendenmöglichkeit, aber nie hat jemand etwas gespendet. Laut Hinweisen im Netz hinge das vor allem damit zusammen, dass niemand für etwas bezahlt, das er umsonst haben kann. Ich hatte da eine wesentlich optimistischere Vorstellung gehabt.
Einige meiner Artikel erfordern erheblichen Einsatz – zeitlich und finanziell. Beispielsweise floss in meinen arbeitsintensivsten »Amazon Ads – was ich in einem Jahr gelernt« das Wissen von über einem Jahr ein, inklusive der Kosten für die Ads und des Teilens realistischer Zahlen, die man sonst nirgends sieht.
Bei WordPress fühlte ich mich mit diesem Anliegen eines Mitglieder-Bereichs nicht mehr gut aufgehoben. Ghost bot wesentlich unkompliziertere Möglichkeiten. Außerdem kannte ich die Plattform von meiner Arbeit her. So etwas wollte ich auch: schnell, einfach, aufgeräumt.
Nach drei Jahren WordPress fand ich mich auch im Backend meines WP-Accounts kaum mehr zurecht. Alles war komplett mit Plug-ins überladen. Und ständig benötigte ein Plug-in ein Update. 😵💫
Also bin ich umgezogen.
Zugegeben, ich hatte mir den Umzug einfacher vorgestellt. Ich bin technisch nicht unbegabt. Aber bei Ghost etwas am Design zu ändern, ist deutlich komplizierter als bei WordPress. Zumal es weniger Tutorials gibt und kaum Leute, die man fragen könnte. Die Ghost-Variante von The Story to Be hat immer noch zahlreiche Baustellen. Aber die stören mich nicht so sehr. Ich entwickle mich eben langsam weiter. So wie es jetzt ist, bietet die Plattform bereits viele nützliche Funktionen: Mitglieder-Bereich, Newsletter, Abrechnungssystem.
Bloggen macht mir vor allem auch deshalb Spaß, weil es viele technische Aspekte hat, die ich lernen kann. Die technischen Aspekte sind Vor- und Nachteil zugleich. Irgendwie ist man durchs Bloggen immer up to date und kommt aufgrund der schnellen Entwicklungen trotzdem kaum hinterher.
Wie hast du dich gefühlt, als dein erster Artikel online ging?
Leider weiß ich das nicht mehr. Aber ich weiß noch, wie ich mich fühlte, als einer meiner Artikel die kritische Besucherzahl von 1.800 Klicks erreicht hat. Damit gab es die erste Ausschüttung der VG Wort. Das fühlte sich grandios an!
Das war im Januar 2024. Da habe ich schon fünf Jahre lang gebloggt und längst nicht mehr damit gerechnet. Aber dieser Moment hat mich richtig motiviert und ich dachte: Wow, es geht tatsächlich los. Jetzt verdienst du mit Bloggen richtig Geld! Das war schon ein tolles Gefühl.
Allerdings landete ich auch schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Das mit den hohen Klickzahlen passiert in meiner Nische nicht so häufig. Und die Besucherzahlen auf The Story to Be sind nach sieben Jahren immer noch äußerst niedrig. Deswegen habe ich entschlossen, mich 2027 mal so richtig meinem Blog zu widmen. Vor allem den Themen SEO, GEO und Backlinks.
Ich meine, ich muss nicht mit jedem Artikel Geld verdienen. Aber es frustriert mich, dass meine Artikel überhaupt nicht gefunden werden. Wo sie doch so interessant sind. Zumindest für Selfpublisherinnen. 😉
Gab es Momente, in denen du ans Aufhören gedacht hast?
Ans Aufhören habe ich trotz aller Herausforderungen und geringer Klickzahlen nie gedacht. Ich habe mich eher damit versöhnt, dass es eben so ist.
Alles braucht Zeit und muss gelernt werden. Erfolg fällt niemandem in den Schoß. Für mich ist es schon ein großer Erfolg, dass ich mit The Story to Be ein Angebot schaffe, das anderen ermöglicht, mit Freude zu schreiben und ihre Geschichten in die Welt zu bringen.
Was hat dich motiviert, dranzubleiben?
Am meisten trägt mich durchs Bloggen einfach die Tatsache, dass auf The Story to Be alles Raum bekommt, was mich begeistert: Schreiben, Lernen, Veröffentlichen.
Die Art, wie ich meinen Blog betreibe, funktioniert einfach für mich. Vor allem, weil ich mir auch vorgenommen habe, dass ich ausschließlich meinen Interessen folge. Wenn ich gerade ein Jahr ins heilsame Schreiben abgetaucht bin, dann gibt’s eben länger keinen Artikel zum Selfpublishing. Das finde ich okay.
Was hat dir das Bloggen bisher gebracht – persönlich oder beruflich?
Beruflich hat es mir (bisher zumindest) nichts gebracht. Weder verkaufe ich mehr Bücher, noch schreiben mich Leute an.
2027 plane ich aber eine Umgestaltung. Dann will ich meinen Blog auch nutzen, um Coachings und Workshops anzubieten. Spätestens dann wird sich zeigen, ob The Story to Be sich auch als berufliche Plattform eignet.
Persönlich betrachtet macht mich das Bloggen einfach glücklich. Ein Blog-Artikel ist im Vergleich zu einem Roman schnell geschrieben. Wenn ich also einmal wieder das Bedürfnis nach einem »schnellen Erfolg« habe, schreibe ich einen Blog-Artikel.
Diese Kurzform verschafft mir einen Motivationsboost. Außerdem zeigen die Artikel, dass ich sehr wohl in meinem schriftstellerischen Tun weiterkomme. Jeder Artikel steht für etwas, das ich gelernt habe. The Story to Be ergänzt daher wunderbar meine Langzeitprojekte. Denn ich habe oft das Gefühl, dass überhaupt nichts vorangeht. Mein erster Roman ist immer noch in der Entstehung. 😐
Würdest du deinen Blog heute wieder starten? Warum?
Ein klares Ja! The Story to Be startete als Lerntagebuch und war mir in dieser Funktion eine große Unterstützung. Mir hat das Bloggen geholfen, die Inhalte in einer Form festzuhalten, sodass ich nachhaltig lernen konnte.
Noch heute greife ich auf meine eigenen Artikel zurück, wenn ich vergessen habe, wie etwas genau geht. Dann freue ich mich, dass ich alles so detailliert beschrieben und Bildschirmfotos gemacht habe. In solchen Momenten denke ich mir: Gut gemacht, Andrea. Das kann sich sehen lassen.
Welchen Rat würdest du jemandem geben, der gerade mit dem Bloggen beginnen möchte?
Also ich denke, du solltest mit dem Bloggen nur dann anfangen, wenn du wirklich gerne bloggen willst. Das heißt: Du findest ein Thema spannend, über das du gerne Artikel schreiben möchtest. Du hast vor, deine Artikel sowie deinen persönlichen Blick aufs Thema selbst aufs Papier zu bringen. Und zwar, weil es dir Freude bereitet. Freude ist für mich ein wichtiger Garant fürs Weitermachen. Gerade, wenn es sich so anfühlt, als würde man ins Leere bloggen, weil wirklich niemand auf einen Blog-Artikel klickt.
Gerade jetzt, wo jeder mit KI-Tools Blog-Artikel schreiben kann, bekomme ich manchmal den Eindruck, dass es vielen darum geht, das Schreiben abzukürzen. Immer schneller, immer mehr Klicks – aber immer weniger persönlich und mit eigenem Fokus.
Klar, was ich hier jetzt in drei Stunden zusammengetippt habe, hätte die KI in 10 Sekunden mit Sicherheit wesentlich lustiger in Worte gefasst.
Aber ich bin fest davon überzeugt, Bloggen macht nur glücklich, wenn man es gerne tut und auch die anstrengenden Aspekte daran liebt.
Eigentlich ist das wie beim Marathonlaufen. Da lässt man sich auch nicht von einem Auto 42 Kilometer fahren und sagt dann: Ich bin den Marathon gelaufen. Es geht doch gerade ums Laufen. Darum, etwas Außergewöhnliches zu tun. Mit Körper und Geist zu arbeiten. Den inneren Schweinehund zu überwinden.
Ähnlich verhält es sich mit dem Bloggen. Die KI solltest du nicht als Auto benutzen. Aber gerne als Schuh oder Energienahrung auf dem Weg – um im Bild zu bleiben. Sich bei einem Blog-Artikel von der KI mit SEO oder GEO helfen zu lassen, ist selbstverständlich kein Thema. Nur das eigentliche Schreiben, das sollte einem wirklich Spaß machen.
Und lass dir nicht weismachen, dass du durch einen Blog reich und berühmt wirst! Das stimmt nicht und ist im Übrigen kein guter Grund, mit dem Bloggen anzufangen.
Bloggen bedeutet viel freie Zeit in etwas zu investieren. Am Anfang bekommst du nichts wieder. Keine Klicks, keine Lesenden und null Interesse von deinem Umfeld. Deine Lebenszeit ist kurz. Mach also etwas, das dich glücklich macht. Und wenn das Bloggen ist, toll! Und ist kletterst du lieber auf Bäume, dann tu das. Und vielleicht willst du eines fernen Tages mal jemandem erzählen, wie toll es ist, auf Bäume zu klettern – und dann schließt sich der Kreis zum Blog. 😉
Was macht dir am Bloggen heute am meisten Freude?
Meinen Blog wachsen zu sehen – Artikel um Artikel. Und zu wissen, dass diese Artikel in der Welt sind und vielleicht jemandem helfen.
Außerdem freue ich mich, wenn ich sehe, dass auf meine Blog-Artikel geklickt wurde oder ich neue Abonnenten habe. Inzwischen unterstützen bereits 63 Menschen The Story to Be, drei davon sogar finanziell. Das finde ich wunderbar. Endlich sind da reelle Personen, für die ich schreibe. Personen, die sich ebenso sehr fürs Schreiben und Selfpublishing begeistern wie ich selbst.
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